Heut ist ein guter Tag zum Sterben.
Nein, keine Angst, ich bin nicht depressiv oder selbstmordgefährdet. Aber heute ist so ein Tag, an dem der Tod sehr nah da ist.
Am Wochenende ist eine Schülerin meiner Schule gestorben, deren Klasse ich heute zum ersten Mal nach dem Unfall gesehen habe. Leider war das auch gleichzeitig meine letzte Stunde in der Klasse und außerdem noch Klassenarbeit. Alles also denkbar ungünstig. Zum Glück war gestern schon eine anscheinend sehr gute Notfallseelsorgerin in der Klasse (zumindest schließe ich aus den kurzen Erzählungen meiner Schüler, dass sie ihren Job wohl echt richtig gut gemacht hat), und auch in diversen anderen Stunden gab es schon die Gelegenheit, das Mädchen und ihren Tod zu thematisieren und sich über alles Mögliche in diesem Zusammenhang auszutauschen. Ich habe die Klassenarbeit gestern Nacht noch schnell überarbeitet und sehr leicht gemacht (nachdem die meisten der Klasse wohl zu sehr durcheinander waren um ordentlich lernen zu können), denn schließlich will ich den Jugendlichen nicht noch zusätzliche Bürden auflegen, die sie dann vollends überfordern. Der emotionale Stress und die Trauer sind wohl mehr als genug momentan, da muss man nicht auch noch Angst vor Klassenarbeiten haben (ausfallen lassen konnte ich die Klassenarbeit leider nicht). Trotzdem - meine Schüler haben mir echt Leid getan. :(
Nach dem Unterricht bin ich nach Hause, habe mich noch kurz mit den Handwerkern im Haus unterhalten, meine Sachen ausgepackt, und dann gemerkt, dass ich einen verpassten Anruf von meiner Mutter auf dem Handy habe. Und wie das manchmal ist, hatte ich gleich so ein schlechte-Nachricht-Bauchgefühl. Leider war dieses Gefühl keine Illusion: gleich zwei schlechte Nachrichten. Ein Großonkel ist heute früh gestorben, und heute Nachmittag dann mein Großvater. Beide waren sehr alt und am Schluss sehr schwach - alles in allem waren wir auf beider Tod lange vorbereitet und nicht überrascht, und ich glaube wirklich, dass es ihnen jetzt besser geht. Traurig bin ich aber natürlich trotzdem total, und auch etwas durcheinander.
Ich habe meine Mutter zurückgerufen, da war sie noch im Auto. Sie wollte heute sowieso zum Opa fahren und ihn besuchen, und während sie auf der Autobahn war, hat meine Tante angerufen und ihr gesagt, dass der Opa gerade eben gestorben ist. Als ich mit meiner Mutter gesprochen habe, war sie gerade auf den letzten Metern und dann im Flur des Altenheims. Das hat so weh getan, sie so zu hören, so voller Trauer und Schmerz. Kurz dachte ich mir, ich fahr sofort hin, bis mir einfiel, dass ich für die Strecke dreieinhalb Stunden im Auto sitze (wenn kein Stau ist... und das ist nur der Hinweg). Meine Mutter hat mich dann kurz darauf nochmal angerufen, völlig aufgelöst und weinend, der Opa ist noch ganz warm, er muss wirklich gerade erst gestorben sein. Oh Gott, ich bin so hilflos und kann nichts tun, und würde meine Mutter doch so gerne in den Arm nehmen und sie ein bisschen trösten.
Ich habe dann erst mal mit meinen Geschwistern telefoniert, die beide noch nichts wussten, und ihnen Bescheid gesagt, und noch ein bisschen mit ihnen geredet. Später habe ich nochmal kurz mit meiner Mutter gesprochen, da war meine Tante auch schon da, und sie war wenigstens nicht mehr alleine. Aber das Gefühl, total ohnmächtig und hilflos zu sein, bleibt.
Beten hilft ein bisschen, besonders das Scheidegebet (das ich, nebenbei bemerkt, auch noch wunderschön finde). Kommt herzu, ihr Heiligen Gottes, eilt ihm entgegen, ihr Engel des Herrn. Nehmt auf seine Seele und führt sie hin vor das Antlitz des Allerhöchsten. Christus nehme dich auf, der dich berufen hat, und in das Himmelreich sollen Engel dich geleiten. Nehmt auf seine Seele und führt sie hin vor das Antlitz des Allerhöchsten...
Ich lese gerade The Shack (Die Hütte), ein sehr beeindruckendes Buch, und denke immer wieder, loslassen, loslassen. Lass dich einfach fallen in die Liebe Gottes. Wenn du nicht helfen kannst, dann vertraue darauf, dass Gott hilft, dass er sie alle, denen du so gerne helfen würdest, mit seiner Liebe einhüllt, hält und verwandelt. Darum bete ich, um seine Liebe und um mein Vertrauen in seine Liebe.
Stark wie der Tod ist die Liebe.
Nein: stärker als der Tod ist die Liebe.
What a great laudable exchange: to leave the things of time for those of eternity, to choose the things of heaven for the goods of earth, to receive the hundred-fold in place of one, and to possess a blessed and eternal life. (from the first letter of St Clare to Agnes of Prague)
Dienstag, 25. Juni 2013
Freitag, 21. Juni 2013
Zusammen ist man weniger allein*
10 Gründe, warum Gemeinschaften eine prima Lebensform sind...
1. Die Sicherheit der Gruppe
Kaum etwas ist so stressig wie wenn sich ständig alles ändern kann. Mir reicht es ja schon, wenn sich meine Arbeitfelder ändern, wenn ich alle paar Jahre mal umziehe oder einen neuen Job beginne, ganz zu schweigen von den neuen Schülern, die jeden September kommen und deren Namen man am besten schon vorgestern gewusst hätte haben sollen - da ist es doch schön, ein paar grundsätzliche Konstanten im Leben zu haben. Die allerbeste Konstante ist da eben eine stabile Beziehung. Aber im Gegensatz zu einer Paarbeziehung ist eine Gemeinschaft wirklich verlässlich und dauerhaft treu. Es können zwar einzelne Mitglieder austreten oder andere neu dazu kommen, die Gruppe an sich aber bleibt. Das ist doch super, nicht verlassen werden zu können. ;)
2. Tischlein deck dich
Oh ja, was soll ich sagen - es gibt Leute, die arbeiten in der Küche, und die machen ihren Job echt richtig gut. Da steht dann mindestens dreimal am Tag leckeres Essen wie von ganz alleine auf dem Tisch. Von soviel Luxus kann ich im Moment nur träumen.
3. Wenn mir eine auf die Nerven geht, hab ich ca. 180 weitere Leute zur Auswahl
Das ist ja soooo viel besser als ne Ehe. Klar muss ich auch in ner Gemeinschaft zusehen, dass ich Konflikte kläre und mich wieder versöhne. Aber bis es soweit ist, steht eben keiner der Streitenden alleine da.
4. Die wirklich coolen Partys gibt's nur im Kloster
Wer's nicht glaubt, hat's noch nicht ausprobiert.
5. It's smarter to travel in groups
(Danke an Sr. T. für die Idee!)
6. Armut ist finanzielle Sicherheit
Wenn keiner was will und jeder kriegt, was er braucht, gibt das totale Freiheit. Und durch die Gruppengröße muss ich mir auch keine Sorgen machen, ob am Ende des Monats noch was auf dem Konto ist (abgesehen davon, dass ich dann kein Konto mehr hab).
7. Irgendwer weiß immer Bescheid
Egal, worum es geht, ob der PC kaputt ist, die Schuhe Löcher haben, ich ein bestimmtes Buch suche, Ideen für irgendwas brauche, was basteln will und nicht weiß wie und womit - es gibt immer jemanden, der helfen kann, oder zumindest weiß, wo ich suchen sollte.
8. Wie sonst...
... könnte ich mir eine eigene Kirche, Barockstuckdecken, einen Flügel, eine Orgel, eine Turnhalle, ein Schwimmbad, eine eigene Obstplantage, einen riesigen Garten und sonst noch alles Mögliche leisten?
9. Wenn alle verrückt sind, ist verrückt normal
Es ist schön, anders zu sein als die Masse, aber wenn man immer anders ist, kann das echt einsam machen. Da tut es gut, eine Gruppe zu haben, die genauso lebt und das Gleiche glaubt, in der man zuhause ist und wo man mal nicht schief angeguckt wird, nur weil man ist, wie man ist.
10. Mehrstimmiger Gesang klingt einfach besser
Oh ja.
(Wobei... Ein paar Männer wären da gesanglich schon eine ganz schöne Ergänzung...)
... und darum gehe ich ins Kloster.
*Nein, dieser Post hat keinerlei Bezug zu dem gleichnamigen Film. Aber der Titel passt einfach zu gut um ihn zu ignorieren.
1. Die Sicherheit der Gruppe
Kaum etwas ist so stressig wie wenn sich ständig alles ändern kann. Mir reicht es ja schon, wenn sich meine Arbeitfelder ändern, wenn ich alle paar Jahre mal umziehe oder einen neuen Job beginne, ganz zu schweigen von den neuen Schülern, die jeden September kommen und deren Namen man am besten schon vorgestern gewusst hätte haben sollen - da ist es doch schön, ein paar grundsätzliche Konstanten im Leben zu haben. Die allerbeste Konstante ist da eben eine stabile Beziehung. Aber im Gegensatz zu einer Paarbeziehung ist eine Gemeinschaft wirklich verlässlich und dauerhaft treu. Es können zwar einzelne Mitglieder austreten oder andere neu dazu kommen, die Gruppe an sich aber bleibt. Das ist doch super, nicht verlassen werden zu können. ;)
2. Tischlein deck dich
Oh ja, was soll ich sagen - es gibt Leute, die arbeiten in der Küche, und die machen ihren Job echt richtig gut. Da steht dann mindestens dreimal am Tag leckeres Essen wie von ganz alleine auf dem Tisch. Von soviel Luxus kann ich im Moment nur träumen.
3. Wenn mir eine auf die Nerven geht, hab ich ca. 180 weitere Leute zur Auswahl
Das ist ja soooo viel besser als ne Ehe. Klar muss ich auch in ner Gemeinschaft zusehen, dass ich Konflikte kläre und mich wieder versöhne. Aber bis es soweit ist, steht eben keiner der Streitenden alleine da.
4. Die wirklich coolen Partys gibt's nur im Kloster
Wer's nicht glaubt, hat's noch nicht ausprobiert.
5. It's smarter to travel in groups
(Danke an Sr. T. für die Idee!)
6. Armut ist finanzielle Sicherheit
Wenn keiner was will und jeder kriegt, was er braucht, gibt das totale Freiheit. Und durch die Gruppengröße muss ich mir auch keine Sorgen machen, ob am Ende des Monats noch was auf dem Konto ist (abgesehen davon, dass ich dann kein Konto mehr hab).
7. Irgendwer weiß immer Bescheid
Egal, worum es geht, ob der PC kaputt ist, die Schuhe Löcher haben, ich ein bestimmtes Buch suche, Ideen für irgendwas brauche, was basteln will und nicht weiß wie und womit - es gibt immer jemanden, der helfen kann, oder zumindest weiß, wo ich suchen sollte.
8. Wie sonst...
... könnte ich mir eine eigene Kirche, Barockstuckdecken, einen Flügel, eine Orgel, eine Turnhalle, ein Schwimmbad, eine eigene Obstplantage, einen riesigen Garten und sonst noch alles Mögliche leisten?
9. Wenn alle verrückt sind, ist verrückt normal
Es ist schön, anders zu sein als die Masse, aber wenn man immer anders ist, kann das echt einsam machen. Da tut es gut, eine Gruppe zu haben, die genauso lebt und das Gleiche glaubt, in der man zuhause ist und wo man mal nicht schief angeguckt wird, nur weil man ist, wie man ist.
10. Mehrstimmiger Gesang klingt einfach besser
Oh ja.
(Wobei... Ein paar Männer wären da gesanglich schon eine ganz schöne Ergänzung...)
... und darum gehe ich ins Kloster.
*Nein, dieser Post hat keinerlei Bezug zu dem gleichnamigen Film. Aber der Titel passt einfach zu gut um ihn zu ignorieren.
Montag, 13. Mai 2013
Kleine Schritte
Heute Abend war der erste Lektüreabend zum Thema Eucharistie: Communio mit Christus und untereinander, den ich gestaltet habe.
Erfreulicherweise waren wir sogar zu zehnt (ich hatte mir als Ziel gesetzt, nicht alleine zu bleiben - da sind zehn eine sehr schöne Überraschung).
Die Abende haben wir in der Vorbereitung entlang der Emmauserzählung geplant: Gemeinschaft - Schrift - Mahl. Ich habe also den Bibeltext erst einmal eingeführt mit einer kleinen Wegmeditation und dann mit einem Bild, an dem deutlich wurde, was die Grundbausteine für eine echte Begegnung und Gemeinschaft untereinander und mit Jesus sind. Da ist zuerst die Tatsache, dass die Jünger gemeinsam unterwegs sind. Und nicht nur das: sie reden miteinander, teilen ihre Ängste, Zweifel, Hoffnungen und ihr Nicht-Verstehen. Und dann kommen sie durch Jesus (den sie aber nicht erkennen!) mit der Schrift in Berührung: er erklärt ihnen, was geschehen ist und was geschehen musste, durch die Schrift, und gibt so ihren Ängsten und Zweifeln (und damit ihrem ganzen Leben) einen Sinn und eine Bedeutung. Und dann ist da natürlich das Mahl, bei dem sie Jesus erkennen, der aber dann sofort verschwindet. Die Jünger machen sich also erneut auf den Weg, aber diesmal ganz anders, mit brennenden Herzen und auch diesmal ist Jesus mit ihnen unterwegs, wieder unerkannt, und auch er diesmal ganz anders.
Anschließend haben wir in unserem Buch einige Abschnitte gelesen, was Communio, Gemeinschaft, eigentlich bedeutet und was sie ausmacht. Die Diskussion war angeregt, und ich glaube, uns war allen bewusst, dass wir gerade Zeugen und Mitwirkende einer Emmauserfahrung sind: wir sind gemeinsam unterwegs, reden über Gott und die Welt (im wahrsten Sinne des Wortes) und teilen, was wir verstehen und nicht verstehen. Und immer mit dabei ist Jesus, der unerkannt mit uns geht, der uns Schritt für Schritt mehr erkennen lässt und uns durch die Gemeinschaft mit ihm immer mehr zu einer Gemeinschaft untereinander wachsen lässt.
Am Ende hatte ich wirklich das Gefühl, dass wir mit brennenden Herzen nach Hause gehen. Die Fragen sind nicht weniger geworden (im Gegenteil), das Schon und Noch-Nicht des eschatologischen Vorbehalts macht uns mehr denn je zu schaffen, und was nun Gemeinschaft mit Christus und untereinander heißt, können wir zwar ein bisschen erahnen, aber ganz sicher noch nicht verstehen. Aber genau diese Ahnung ist es, die uns brennen lässt, und die unser Herz weiter zieht, Schritt für Schritt, auf dem Weg, der uns mit Jesus weiter zu ihm hin zieht.
Oh ja, der Geist wirkt mal wieder spürbar...
On a completely different note - kleine Schritte sind wichtig, denn sie führen irgendwann hoffentlich zum Ziel, auch wenn wir jetzt noch nicht da sind. Wer die Verhandlung um Kermit Gosnell verfolgt hat, darf sich freuen, dass er immerhin nicht straffrei ausgeht: http://www.lifesitenews.com/breaking-kermit-gosnell-convicted-on-3-of-4-counts-of-murdering-babies.html
Und wer die Verhandlung nicht verfolgt hat, kann sich hier einen kleinen Überblick über das Thema verschaffen, und sich anschließend ebenso freuen. :)
Ach ja... und trotzdem gehe ich ins Kloster. ;)
Erfreulicherweise waren wir sogar zu zehnt (ich hatte mir als Ziel gesetzt, nicht alleine zu bleiben - da sind zehn eine sehr schöne Überraschung).
Die Abende haben wir in der Vorbereitung entlang der Emmauserzählung geplant: Gemeinschaft - Schrift - Mahl. Ich habe also den Bibeltext erst einmal eingeführt mit einer kleinen Wegmeditation und dann mit einem Bild, an dem deutlich wurde, was die Grundbausteine für eine echte Begegnung und Gemeinschaft untereinander und mit Jesus sind. Da ist zuerst die Tatsache, dass die Jünger gemeinsam unterwegs sind. Und nicht nur das: sie reden miteinander, teilen ihre Ängste, Zweifel, Hoffnungen und ihr Nicht-Verstehen. Und dann kommen sie durch Jesus (den sie aber nicht erkennen!) mit der Schrift in Berührung: er erklärt ihnen, was geschehen ist und was geschehen musste, durch die Schrift, und gibt so ihren Ängsten und Zweifeln (und damit ihrem ganzen Leben) einen Sinn und eine Bedeutung. Und dann ist da natürlich das Mahl, bei dem sie Jesus erkennen, der aber dann sofort verschwindet. Die Jünger machen sich also erneut auf den Weg, aber diesmal ganz anders, mit brennenden Herzen und auch diesmal ist Jesus mit ihnen unterwegs, wieder unerkannt, und auch er diesmal ganz anders.
Anschließend haben wir in unserem Buch einige Abschnitte gelesen, was Communio, Gemeinschaft, eigentlich bedeutet und was sie ausmacht. Die Diskussion war angeregt, und ich glaube, uns war allen bewusst, dass wir gerade Zeugen und Mitwirkende einer Emmauserfahrung sind: wir sind gemeinsam unterwegs, reden über Gott und die Welt (im wahrsten Sinne des Wortes) und teilen, was wir verstehen und nicht verstehen. Und immer mit dabei ist Jesus, der unerkannt mit uns geht, der uns Schritt für Schritt mehr erkennen lässt und uns durch die Gemeinschaft mit ihm immer mehr zu einer Gemeinschaft untereinander wachsen lässt.
Am Ende hatte ich wirklich das Gefühl, dass wir mit brennenden Herzen nach Hause gehen. Die Fragen sind nicht weniger geworden (im Gegenteil), das Schon und Noch-Nicht des eschatologischen Vorbehalts macht uns mehr denn je zu schaffen, und was nun Gemeinschaft mit Christus und untereinander heißt, können wir zwar ein bisschen erahnen, aber ganz sicher noch nicht verstehen. Aber genau diese Ahnung ist es, die uns brennen lässt, und die unser Herz weiter zieht, Schritt für Schritt, auf dem Weg, der uns mit Jesus weiter zu ihm hin zieht.
Oh ja, der Geist wirkt mal wieder spürbar...
On a completely different note - kleine Schritte sind wichtig, denn sie führen irgendwann hoffentlich zum Ziel, auch wenn wir jetzt noch nicht da sind. Wer die Verhandlung um Kermit Gosnell verfolgt hat, darf sich freuen, dass er immerhin nicht straffrei ausgeht: http://www.lifesitenews.com/breaking-kermit-gosnell-convicted-on-3-of-4-counts-of-murdering-babies.html
Und wer die Verhandlung nicht verfolgt hat, kann sich hier einen kleinen Überblick über das Thema verschaffen, und sich anschließend ebenso freuen. :)
Ach ja... und trotzdem gehe ich ins Kloster. ;)
Donnerstag, 2. Mai 2013
Argh.
Ich wünschte, ich wüsste gerade, warum ich ins Kloster will - aber im Augenblick sind mir nur zwei Dinge wirklich klar:
Zum Einen, dass ich wirklich ins Kloster will, dass es mich in die Gemeinschaft zieht, dass ich Gott dort näher sein kann als an jedem anderen Ort bisher, dass er mich dort haben will. Und zum Anderen, dass es keinen wirklich vernünftigen Grund gibt (abgesehen von den eben genannten, und ob die als vernünftig gelten dürfen, will ich mal offen lassen), diesen Weg zu wählen. Mein Leben ist schön so, wie es ist, ich habe einen guten Job und eine tolle Wohnung, ich komme mit meinem Geld problemlos zurecht, habe Freunde, und könnte ohne Schwierigkeiten dieses Leben so weiterleben. Warum also zieht es mich so sehr in diese Gemeinschaft? Noch dazu, wo ich mich zur Zeit mehr über die Gemeinschaft ärgere als ich mich über sie freue? Eigentlich könnte ich doch einfach sagen: 'Tschüss Leute, war schön mit euch, aber ich mach das nicht um jeden Preis, ich kann auch ohne euch.' Und das wäre nicht gelogen. Ich kann auch ohne sie.
Das Problem ist: ich will nicht ohne sie. Und darum bleibe ich dabei. Aber, oh Gott, bitte hilf mir dabei.
Zum Einen, dass ich wirklich ins Kloster will, dass es mich in die Gemeinschaft zieht, dass ich Gott dort näher sein kann als an jedem anderen Ort bisher, dass er mich dort haben will. Und zum Anderen, dass es keinen wirklich vernünftigen Grund gibt (abgesehen von den eben genannten, und ob die als vernünftig gelten dürfen, will ich mal offen lassen), diesen Weg zu wählen. Mein Leben ist schön so, wie es ist, ich habe einen guten Job und eine tolle Wohnung, ich komme mit meinem Geld problemlos zurecht, habe Freunde, und könnte ohne Schwierigkeiten dieses Leben so weiterleben. Warum also zieht es mich so sehr in diese Gemeinschaft? Noch dazu, wo ich mich zur Zeit mehr über die Gemeinschaft ärgere als ich mich über sie freue? Eigentlich könnte ich doch einfach sagen: 'Tschüss Leute, war schön mit euch, aber ich mach das nicht um jeden Preis, ich kann auch ohne euch.' Und das wäre nicht gelogen. Ich kann auch ohne sie.
Das Problem ist: ich will nicht ohne sie. Und darum bleibe ich dabei. Aber, oh Gott, bitte hilf mir dabei.
Geschichtliches und Ästhetisches... ;)
*Disclaimer: Bitte (mal wieder) nicht ernst nehmen - wen religiöser, leicht respektloser Humor abstößt, der möge das Video bitte einfach nicht anschauen!*
Auch wenn ich vermute, dass folgendes Video wohl weder historisch noch sonst irgendwie akkurat ist oder auch nur in Ansätzen der Realität entspricht, ist es doch immer schön zu sehen, wie hübsch die Nonnen das Synchronschwimmen beherrschen.
Und darum gehe ich ins Kloster... ;)
Auch wenn ich vermute, dass folgendes Video wohl weder historisch noch sonst irgendwie akkurat ist oder auch nur in Ansätzen der Realität entspricht, ist es doch immer schön zu sehen, wie hübsch die Nonnen das Synchronschwimmen beherrschen.
Freitag, 19. April 2013
*cue Heiliger Geist*
Manchmal sind die Wege wirklich seltsam, die der Heilige Geist so nimmt.
Heute hab ich mal wieder gründlich Mist gebaut, der dann auch noch verschlimmert wurde durch blöde Zufälle, weil irgendwie alles schief lief, und am Ende ist doch noch alles gut geworden. Sogar richtig gut.
Spulen wir also ein bisschen zurück...
Auf dem Weg zum Gottesdienst mit den Firmlingen heute Abend fällt mir siedendheiß ein, dass ich gar nicht gefragt hab, ob's in der Kirche auch die richtigen Liederbücher hat. Nun gut, noch hab ich ja Zeit, das zu klären. Dumm nur, dass mir im nächsten Augenblick einfällt, dass ich gar nicht nachgeschaut hab, ob die Lieder, die wir ausgesucht haben, überhaupt im Liederbuch sind. Desweiteren fällt mir ein, dass ich die Handynummer des Pfarrers zwar daheim auf dem PC hab, nicht aber im Handy. Die Handynummer der Band hab ich gar nicht, und meine hab ich leider auch nicht weitergegeben. Falls also irgendwer auf der Strecke bleibt (alle kommen von außerhalb), kann ich nicht helfen, bzw. würde ich noch nicht mal erfahren, dass da wer auf der Strecke geblieben ist. *cue kleiner innerlicher Panikanfall*
In der Sakristei angekommen, frage ich nach den Liederbüchern. Es gibt keine. Super. Ich Held. Grandios gemacht, wirklich. Handynetz gibt's in der Sakristei auch keins. Ganz prima, juhu. Ich also raus in den Regen, wo das Netz ein kleines bisschen besser ist, und Pfarrbüro angerufen (zwar nicht das am Ort, aber immerhin irgendeins). Auftritt Glück: es geht jemand ran. Ich bekomme also die Telefonnummer des Mesners des Nachbarortes, wo Liederbücher sein müssten. Den Mesner erreiche ich zwar nicht, erfahre aber von seiner Frau, wo die Liederbücher lägen, wenn ich einen Schlüssel hätte. Alles kein Problem, ich hab zwar keinen Schlüssel, aber dafür einen Schlüssel zum Schlüsselkasten. Ab ins Auto und in den Nachbarort (derweil kommt die Band an - gut, die sind schon mal nicht auf der Strecke geblieben). Im Pfarrhaus vor dem Schlüsselkasten nehme ich mir den Generalschlüssel der Kirche und wandere los Richtung Sakristei. Der Schlüssel passt, lässt sich aber nicht drehen. Zurück am Schlüsselkasten nehme ich mir alle Schlüssel, auf denen irgendwas mit Sakristei steht (insgesamt 8 Stück), und wandere wieder in die Kirche. Tja, entsprechend Murphy's Law passiert, was passieren muss: keiner der Schlüssel öffnet mir die Sakristei. *cue mittlerer innerlicher Panikanfall*
Also gehe ich in den Regen (wo das Handynetz bekanntlich besser ist) und rufe nochmals die Frau des Mesners an. Glück gehabt, der Mesner ist mittlerweile zu Hause und kommt bei mir vorbei, schließt mir die Sakristei auf und gibt mir die Liederbücher (nein, besser noch: er trägt mir die Liederbücher zum Auto!). *cue Erleichterung*
Zurück in der Kirche, in der der Gottesdienst sein soll, ist die Band mittlerweile am Einspielen, will wissen ob die Ausregelung so passt und übt noch ein bisschen. Der Pfarrer ist auch erschienen, während ich weg war und baut schon mal die Leinwand auf. *cue große Erleichterung*
Nachdem ich ein bisschen bei der Leinwand mitgeholfen habe, suche ich mal im Liederbuch, ob alle Lieder vom Liedplan auch im Buch sind. Tja, wie's kommen muss, kommt's: ein paar sind drin, ein paar leider nicht. *cue Mischung aus Erleichterung und Panikanfall*
Etwas beschämt versuche ich der Band zu sagen, dass die Gemeinde nur einen Teil der Gemeindelieder mitsingen wird - aber was für ein Glück, die Band ist äußerst cool und professionell, macht das beste daraus und animiert die Anwesenden schon vor dem Gottesdienst zum Mitmachen auch ohne Text und Noten. Peinlich ist mir die ganze Aktion aber natürlich trotzdem saumäßig.
Kurz vor Gottesdienst bekommen wir sogar noch den Film so auf die Leinwand, dass alles passt.
Es sind zwar bei Weitem nicht alle Firmlinge da und auch ansonsten weniger Leute als erhofft, aber immerhin scheinen die größten Katastrophen überstanden zu sein.
Dummerweise fällt mir in diesem Moment auf, dass meine Firmgruppe, die die Kyrierufe machen sollte, geschlossen durch Abwesenheit glänzt. Die Gruppe, die den Gabengang machen wollte, ist zwar teilweise anwesend, hat aber vergessen, irgendwas vorzubereiten und mitzubringen. *cue klitzekleiner Panikanfall mit großer Portion Fatalismus*
Der Gabengang fällt daher einfach aus, und zum Kyrie überrede ich drei andere (anwesende) Jugendliche. (Dass die dann zwar aus Versehen 'Gott, du unterschätzt uns in den kommenden Tagen' lesen statt 'Gott, du unterstützt uns in den kommenden Tagen', ignoriere ich einfach und hoffe, dass eh keiner zuhört...)
Die Kollekte fällt aus, weil keiner dran denkt. Schade, dass ich dafür letzte Woche extra noch das OK vom Kirchengemeinderat beantragt hatte. Das war dann wohl etwas unnötig. Nun ja.
Aber insgesamt ist der Gottesdienst der Hammer und einfach super: die Band ist genial (www.basilea-duo.de, falls jemand mal reinhören will) und bringt unglaublich Atmosphäre rein, der Pfarrer predigt total ansprechend und tiefgehend, und irgendwie passt alles super zusammen. Kaum zu glauben, aber wahr. Der Film über die Bekehrung des Paulus, den wir statt der Lesung zeigen, wird da bei mir gerade sehr real: In meiner Schwachheit bin ich stark, denn wenn ich schwach bin, kann Gottes Gnade umso mehr wirken. Heute ist so ziemlich alles schief gegangen und ich habe wirklich zu viel vergessen, als dass es noch ok wäre. Und trotzdem oder vielleicht gerade deswegen ist Gott spürbar da, springt der Funke über. Wow. *cue Begeisterung und Dankbarkeit*
Und dann ist wirklich alles gut: der Gottesdienst läuft zwar ein bisschen spontan, ist aber dafür super und wirklich berührend, ich bekomme anschließend sogar eine CD von der Band geschenkt, und nach dem Abbauen geht der Pfarrer noch mit mir essen - er ist ein ganz lieber Freund, den ich viel zu selten sehe, und da ist das echt ein Geschenk, wenn wir mal gemeinsam Zeit haben.
Das Essen ist gut, und die Gespräche noch viel besser, und was am allerbesten ist: Gott ist dabei.
In unseren Worten, in unseren Gedanken, in unserem Leben.
Und darum gehe ich ins Kloster. :)
Heute hab ich mal wieder gründlich Mist gebaut, der dann auch noch verschlimmert wurde durch blöde Zufälle, weil irgendwie alles schief lief, und am Ende ist doch noch alles gut geworden. Sogar richtig gut.
Spulen wir also ein bisschen zurück...
Auf dem Weg zum Gottesdienst mit den Firmlingen heute Abend fällt mir siedendheiß ein, dass ich gar nicht gefragt hab, ob's in der Kirche auch die richtigen Liederbücher hat. Nun gut, noch hab ich ja Zeit, das zu klären. Dumm nur, dass mir im nächsten Augenblick einfällt, dass ich gar nicht nachgeschaut hab, ob die Lieder, die wir ausgesucht haben, überhaupt im Liederbuch sind. Desweiteren fällt mir ein, dass ich die Handynummer des Pfarrers zwar daheim auf dem PC hab, nicht aber im Handy. Die Handynummer der Band hab ich gar nicht, und meine hab ich leider auch nicht weitergegeben. Falls also irgendwer auf der Strecke bleibt (alle kommen von außerhalb), kann ich nicht helfen, bzw. würde ich noch nicht mal erfahren, dass da wer auf der Strecke geblieben ist. *cue kleiner innerlicher Panikanfall*
In der Sakristei angekommen, frage ich nach den Liederbüchern. Es gibt keine. Super. Ich Held. Grandios gemacht, wirklich. Handynetz gibt's in der Sakristei auch keins. Ganz prima, juhu. Ich also raus in den Regen, wo das Netz ein kleines bisschen besser ist, und Pfarrbüro angerufen (zwar nicht das am Ort, aber immerhin irgendeins). Auftritt Glück: es geht jemand ran. Ich bekomme also die Telefonnummer des Mesners des Nachbarortes, wo Liederbücher sein müssten. Den Mesner erreiche ich zwar nicht, erfahre aber von seiner Frau, wo die Liederbücher lägen, wenn ich einen Schlüssel hätte. Alles kein Problem, ich hab zwar keinen Schlüssel, aber dafür einen Schlüssel zum Schlüsselkasten. Ab ins Auto und in den Nachbarort (derweil kommt die Band an - gut, die sind schon mal nicht auf der Strecke geblieben). Im Pfarrhaus vor dem Schlüsselkasten nehme ich mir den Generalschlüssel der Kirche und wandere los Richtung Sakristei. Der Schlüssel passt, lässt sich aber nicht drehen. Zurück am Schlüsselkasten nehme ich mir alle Schlüssel, auf denen irgendwas mit Sakristei steht (insgesamt 8 Stück), und wandere wieder in die Kirche. Tja, entsprechend Murphy's Law passiert, was passieren muss: keiner der Schlüssel öffnet mir die Sakristei. *cue mittlerer innerlicher Panikanfall*
Also gehe ich in den Regen (wo das Handynetz bekanntlich besser ist) und rufe nochmals die Frau des Mesners an. Glück gehabt, der Mesner ist mittlerweile zu Hause und kommt bei mir vorbei, schließt mir die Sakristei auf und gibt mir die Liederbücher (nein, besser noch: er trägt mir die Liederbücher zum Auto!). *cue Erleichterung*
Zurück in der Kirche, in der der Gottesdienst sein soll, ist die Band mittlerweile am Einspielen, will wissen ob die Ausregelung so passt und übt noch ein bisschen. Der Pfarrer ist auch erschienen, während ich weg war und baut schon mal die Leinwand auf. *cue große Erleichterung*
Nachdem ich ein bisschen bei der Leinwand mitgeholfen habe, suche ich mal im Liederbuch, ob alle Lieder vom Liedplan auch im Buch sind. Tja, wie's kommen muss, kommt's: ein paar sind drin, ein paar leider nicht. *cue Mischung aus Erleichterung und Panikanfall*
Etwas beschämt versuche ich der Band zu sagen, dass die Gemeinde nur einen Teil der Gemeindelieder mitsingen wird - aber was für ein Glück, die Band ist äußerst cool und professionell, macht das beste daraus und animiert die Anwesenden schon vor dem Gottesdienst zum Mitmachen auch ohne Text und Noten. Peinlich ist mir die ganze Aktion aber natürlich trotzdem saumäßig.
Kurz vor Gottesdienst bekommen wir sogar noch den Film so auf die Leinwand, dass alles passt.
Es sind zwar bei Weitem nicht alle Firmlinge da und auch ansonsten weniger Leute als erhofft, aber immerhin scheinen die größten Katastrophen überstanden zu sein.
Dummerweise fällt mir in diesem Moment auf, dass meine Firmgruppe, die die Kyrierufe machen sollte, geschlossen durch Abwesenheit glänzt. Die Gruppe, die den Gabengang machen wollte, ist zwar teilweise anwesend, hat aber vergessen, irgendwas vorzubereiten und mitzubringen. *cue klitzekleiner Panikanfall mit großer Portion Fatalismus*
Der Gabengang fällt daher einfach aus, und zum Kyrie überrede ich drei andere (anwesende) Jugendliche. (Dass die dann zwar aus Versehen 'Gott, du unterschätzt uns in den kommenden Tagen' lesen statt 'Gott, du unterstützt uns in den kommenden Tagen', ignoriere ich einfach und hoffe, dass eh keiner zuhört...)
Die Kollekte fällt aus, weil keiner dran denkt. Schade, dass ich dafür letzte Woche extra noch das OK vom Kirchengemeinderat beantragt hatte. Das war dann wohl etwas unnötig. Nun ja.
Aber insgesamt ist der Gottesdienst der Hammer und einfach super: die Band ist genial (www.basilea-duo.de, falls jemand mal reinhören will) und bringt unglaublich Atmosphäre rein, der Pfarrer predigt total ansprechend und tiefgehend, und irgendwie passt alles super zusammen. Kaum zu glauben, aber wahr. Der Film über die Bekehrung des Paulus, den wir statt der Lesung zeigen, wird da bei mir gerade sehr real: In meiner Schwachheit bin ich stark, denn wenn ich schwach bin, kann Gottes Gnade umso mehr wirken. Heute ist so ziemlich alles schief gegangen und ich habe wirklich zu viel vergessen, als dass es noch ok wäre. Und trotzdem oder vielleicht gerade deswegen ist Gott spürbar da, springt der Funke über. Wow. *cue Begeisterung und Dankbarkeit*
Und dann ist wirklich alles gut: der Gottesdienst läuft zwar ein bisschen spontan, ist aber dafür super und wirklich berührend, ich bekomme anschließend sogar eine CD von der Band geschenkt, und nach dem Abbauen geht der Pfarrer noch mit mir essen - er ist ein ganz lieber Freund, den ich viel zu selten sehe, und da ist das echt ein Geschenk, wenn wir mal gemeinsam Zeit haben.
Das Essen ist gut, und die Gespräche noch viel besser, und was am allerbesten ist: Gott ist dabei.
In unseren Worten, in unseren Gedanken, in unserem Leben.
Und darum gehe ich ins Kloster. :)
Dienstag, 16. April 2013
Da fällt mir noch nicht mal ein Titel ein
Goodness me, ist grad viel los!
Es gäbe massig Themen, über die ich bloggen könnte und auch wollte, wenn sie mir denn nur vor lauter Alltagschaos einfallen würden!
Erst gestern kam im Gespräch so ein Thema auf - nur leider weiß ich heute schon nicht mehr, was es war.
Zum Ausgleich für meine Vergesslichkeit hier einfach zwei kleine Random Facts aus meinem Alltag:
Jugendliche sind ANSTRENGEND. Alle. Und das nahezu immer. Am Samstag 80 Stück davon den ganzen Tag, und ich kann mich abends einsargen. Ein Glück nur, dass die Abendveranstaltung, auf der ich sein sollte, völlig unbesucht war (in Worten: null Besucher), so dass wir mit dem Team was trinken gegangen sind. Thank God for Feierabendbier. Heute nachmittag lediglich 20 Stück, dafür aber Fragen wie: Muss man, wenn man ins Kloster geht, wirklich noch Jungfrau sein? (Nein.) Ich hab gehört, Nonnen dürfen einmal im Monat Sex mit einem Priester haben, stimmt das? (WIE BITTE??? NEIN!) Also gar keinen Sex für Nonnen? (Nein, wirklich gar keinen Sex.) Auch nicht Selbst... -- also mit nem Dildo? (Nein, wirklich GAR KEINEN Sex, weder mit Anderen, mit sich selbst oder mit Gegenständen.) Aber mit dem Finger? (Nein, welchen Teil der letzten Antwort hast du nicht verstanden?) Sind Nonnen dann asexuell? (Wir driften ab in eine Diskussion, was asexuell bedeutet, was Sex überhaupt alles umfasst, ob man auf Sex verzichten kann, vergleichen das mit einem Überzeugungsvegetarier, der auch ab und zu Lust auf Fleisch hat (wobei ich bei dem Vergleich von Fleischeslust und Fleischeslust leise in mich rein grinsen muss, was ich aber nicht meinen Schülern sage, weil die den Begriff Fleischeslust vermutlich noch nicht mal kennen und eh erfahrungsgemäß keinen Sinn für Wortspiele haben), dann aber eben wegen seiner Überzeugung trotzdem drauf verzichtet, und stranden dann bei der Diskussion, ob 'rallig' ein Wort ist, das man bei Menschen verwenden kann oder ob man das doch lieber nur bei Tieren sagt.)
Arbeit ist RELATIV. Nicht immer, aber zum Glück manchmal. Jedenfalls habe ich es am Samstagabend vor lauter Einsargungsbedürftigkeit und Urlaubswunsch geschafft, 6 (in Worten: sechs) Unterrichtsstunden in 20 (in Worten: zwanzig) Minuten vorzubereiten. Bisher mein absoluter Rekord, und wie ich befürchte auch kaum mehr zu toppen. Heute hat sich dann erfreulicherweise herausgestellt, dass die Stunden sogar durchaus brauchbar waren und im Großen und Ganzen (vielleicht abgesehen von oben beschriebener Unterhaltung mit meinen Schülern) sehr gut liefen.
Anyway. Im Kloster ist das alles anders. Da ist der Alltag entspannt (immer), das Leben geregelt (immer), der Himmel blau (immer, außer wenn's regnet, schneit, bewölkt, neblig, trüb oder Nacht ist), das Essen gut (immer, außer in Ausnahmen), die Leute nett (selbstverständlich immer), das Chaos überschaubar (äh... logisch!), die Arbeit angenehm (sowieso) und überhaupt alles wie im Himmel (äh... ja.). Ach ja, und da gibt's keine Jugendlichen (außer Mittwochs und an Tagen, die mit G enden, und manchmal auch zwischendrin... oder so).
Und darum gehe ich ins Kloster.
(Vielleicht fällt mir da dann ja auch wieder ein, was ich eigentlich hätte sagen wollen, wenn nur mein Hirn nicht so frittiert wäre. Und darum gehe ich jetzt vielleicht vor dem Kloster noch erst mal ne Stunde in die Badewanne.)
Es gäbe massig Themen, über die ich bloggen könnte und auch wollte, wenn sie mir denn nur vor lauter Alltagschaos einfallen würden!
Erst gestern kam im Gespräch so ein Thema auf - nur leider weiß ich heute schon nicht mehr, was es war.
Zum Ausgleich für meine Vergesslichkeit hier einfach zwei kleine Random Facts aus meinem Alltag:
Jugendliche sind ANSTRENGEND. Alle. Und das nahezu immer. Am Samstag 80 Stück davon den ganzen Tag, und ich kann mich abends einsargen. Ein Glück nur, dass die Abendveranstaltung, auf der ich sein sollte, völlig unbesucht war (in Worten: null Besucher), so dass wir mit dem Team was trinken gegangen sind. Thank God for Feierabendbier. Heute nachmittag lediglich 20 Stück, dafür aber Fragen wie: Muss man, wenn man ins Kloster geht, wirklich noch Jungfrau sein? (Nein.) Ich hab gehört, Nonnen dürfen einmal im Monat Sex mit einem Priester haben, stimmt das? (WIE BITTE??? NEIN!) Also gar keinen Sex für Nonnen? (Nein, wirklich gar keinen Sex.) Auch nicht Selbst... -- also mit nem Dildo? (Nein, wirklich GAR KEINEN Sex, weder mit Anderen, mit sich selbst oder mit Gegenständen.) Aber mit dem Finger? (Nein, welchen Teil der letzten Antwort hast du nicht verstanden?) Sind Nonnen dann asexuell? (Wir driften ab in eine Diskussion, was asexuell bedeutet, was Sex überhaupt alles umfasst, ob man auf Sex verzichten kann, vergleichen das mit einem Überzeugungsvegetarier, der auch ab und zu Lust auf Fleisch hat (wobei ich bei dem Vergleich von Fleischeslust und Fleischeslust leise in mich rein grinsen muss, was ich aber nicht meinen Schülern sage, weil die den Begriff Fleischeslust vermutlich noch nicht mal kennen und eh erfahrungsgemäß keinen Sinn für Wortspiele haben), dann aber eben wegen seiner Überzeugung trotzdem drauf verzichtet, und stranden dann bei der Diskussion, ob 'rallig' ein Wort ist, das man bei Menschen verwenden kann oder ob man das doch lieber nur bei Tieren sagt.)
Arbeit ist RELATIV. Nicht immer, aber zum Glück manchmal. Jedenfalls habe ich es am Samstagabend vor lauter Einsargungsbedürftigkeit und Urlaubswunsch geschafft, 6 (in Worten: sechs) Unterrichtsstunden in 20 (in Worten: zwanzig) Minuten vorzubereiten. Bisher mein absoluter Rekord, und wie ich befürchte auch kaum mehr zu toppen. Heute hat sich dann erfreulicherweise herausgestellt, dass die Stunden sogar durchaus brauchbar waren und im Großen und Ganzen (vielleicht abgesehen von oben beschriebener Unterhaltung mit meinen Schülern) sehr gut liefen.
Anyway. Im Kloster ist das alles anders. Da ist der Alltag entspannt (immer), das Leben geregelt (immer), der Himmel blau (immer, außer wenn's regnet, schneit, bewölkt, neblig, trüb oder Nacht ist), das Essen gut (immer, außer in Ausnahmen), die Leute nett (selbstverständlich immer), das Chaos überschaubar (äh... logisch!), die Arbeit angenehm (sowieso) und überhaupt alles wie im Himmel (äh... ja.). Ach ja, und da gibt's keine Jugendlichen (außer Mittwochs und an Tagen, die mit G enden, und manchmal auch zwischendrin... oder so).
Und darum gehe ich ins Kloster.
(Vielleicht fällt mir da dann ja auch wieder ein, was ich eigentlich hätte sagen wollen, wenn nur mein Hirn nicht so frittiert wäre. Und darum gehe ich jetzt vielleicht vor dem Kloster noch erst mal ne Stunde in die Badewanne.)
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