Mittwoch, 1. Januar 2014

Ein gesegnetes neues Jahr euch allen!

Jetzt habe ich alle meine Vorsätze fahren lassen und doch nicht mehr zu Weihnachten Musik gepostet. Daher hol ich das mal eben in Kurzform nach und stelle hier nur einen einzigen Clip rein, den ich aber (zusammen mit dem Rest des Albums) immer wieder anhöre. Gar nicht übermäßig fromm, aber dafür ziemlich cool. ;)



Ansonsten fällt mir grad leider auch nicht viel ein.

Vorsätze fürs neue Jahr hab ich nicht (erfahrungsgemäß überleben die nicht mal den Januar, und daher ist es irgendwie ehrlicher, sie gar nicht erst zu fassen), großartige Neuigkeiten kann ich euch noch nicht erzählen, die Galle kommt erst nächste Woche raus, da gibt's also auch noch nix Interessantes zu berichten. Das Spannendste momentan dürfte meine Erkältung sein, die mich ein bisschen platt macht, aber zum Glück nicht daran gehindert hat, ausgiebig und gepflegt Silvester zu feiern (Gott sei Dank gab es hier heute eine Abendmesse, so dass ich ausschlafen konnte). Ach ja, und ich bin seit ein paar Tagen auf dem 'Smoothie-Trip'... viel Obst ist gut, und alles gemischt und püriert ist leckerer als in Einzelteilen (auch wenn das für einen überzeugten Food-Separatisten wie mich eher ungewöhnlich ist). Und hoffentlich killt das dann auch meine Erkältung.

So weit, so gut. Nichts Geistreiches zum neuen Jahr von mir heute. Sorry.

Trotzdem: Ich wünsche euch von Herzen ein gesegnetes neues Jahr mit viel Gesundheit, Freude, Zeit, Liebe, und eben allem, was ihr sonst noch so braucht!

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Adventsmusik

Diese Woche singe ich jeden Abend dieses Lied (vermutlich leider nicht ganz so schön wie im Video...), das ich seit meiner Zeit in England sehr liebe, und das es jetzt erfreulicherweise auf Deutsch im neuen Gotteslob gibt (Nr. 222). *freu*
Ach ja, die deutsche Version singe ich auch, aber da immer nur bis zu der Strophe, die die jeweilige O-Antiphon vom Tag ist. Schließlich muss man die Vorfreude und das Warten ein bisschen zelebrieren. ;)




Und weil ein Adventslied nicht reicht, kommt hier gleich noch eins (inklusive einer CD-Empfehlung: ich hab sie und kann sie immer wieder rauf und runter hören, so schön find ich die):




Und aus irgendeinem Grund gehört für mich auch das folgende Stück in den Advent, vielleicht, weil Maria so eine starke Advents-Frau ist. Vor Jahren hab ich das sogar mal selber singen dürfen, als wir mit meinem damaligen Chor Monteverdis Marienvesper aufgeführt haben.




Falls ich nächste Woche daran denke, es zeitlich unterbringe und außerdem noch Lust drauf hab, kommen zu Weihnachten dann auch noch ein paar Lieder. Aber natürlich noch nicht im Advent. ;)

Sonntag, 15. Dezember 2013

Kinder, Eltern und das liebe Chaos (oder die chaotische Liebe...)

Mein Patenkind und seiner Brüder sind total lieb und niedlich und ich bin wahnsinnig gerne bei ihnen. Außerdem sind die Kinder laut und klebrig. Dieses Wochenende ist es mir gelungen, mich für meine Verhältnisse fast schon erschreckend schnell an diese zweite Seite der Kinder zu gewöhnen: bereits Freitagabend war mit klar, dass meine bis dahin saubere Jeans das Wochenende nicht überstehen wird, und das gleiche für Rolli und T-Shirt gelten wird. Brei- und Rotzspuren wurden dann im Laufe des Samstags ergänzt mit Mehl- und Teigresten (Patentanten sind für Lebkuchenhäuser zuständig), die heute früh noch durch Puderzuckergussflecken vervollkommnet wurden.

Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich bewundere meine Freundin und ihren Mann, die Eltern dieser Kinder, sehr. Nicht nur, weil sie bei der Dreck- und Chaosaffinität ihrer Kids total entspannt bleiben. (Beim Wickeln pinkelt der Kleine auf den Teppich, die Mutter holt nur mal schnell einen feuchten Lappen und wickelt dann weiter. Tee mit Milch auf dem Sofa? Kein Problem, das Sofa lässt sich abziehen und die Bezüge sind waschbar. Mit Brei werfende Kinder sind normal, Geschirr ist ersetzbar und der Boden muss eh irgendwann abgeschliffen werden. Wände kann man abwaschen, die Kinder in der Badewanne einweichen, und wenn dann doch mal einer unbeobachtet die Herdplatte anmacht, auf der gerade das Nudelsieb aus Plastik steht, ist man einfach dankbar für das Ceranfeld, von dem man das geschmolzene Plastik einfach abkratzen kann.) Ich bewundere sie auch, weil sie gerne Eltern sind und wirklich gute Eltern sind, obwohl das heißt, dass sie seit Jahren täglich die gesamte Wohnung grundreinigen, jeden Tag mindestens einmal den Geschirrspüler, die Waschmaschine und den Trockner laufen lassen, und trotzdem kaum darüber klagen, dass ihre Kinder schneller die Wohnung ins Chaos versetzen als man hinschauen kann. Seit neuestem hat meine Freundin die Idee, mittags, wenn die Wohnung kurz mal sauber ist, weil die Kinder vormittags in der Kindergruppe waren, die saubere Wohnung zu filmen, den Film auf Youtube zu stellen, und den Link an ihren Mann in die Arbeit zu schicken, damit er sieht, wie schön die Wohnung sein könnte. Abends, wenn er heimkommt, ist von besagter Sauberkeit nämlich nichts mehr zu sehen, weil die Kinder effektiver als jeder Bombeneinschlag sind.

Mich beschleicht schon nach einem Wochenende das Hamsterrad-Gefühl. Ich räume auf, die Kinder kippen kistenweise Spielzeug auf den Boden. Ich fülle die Spülmaschine und schalte sie an, und während sie noch läuft, stapelt sich schon wieder frisches dreckiges Geschirr in der Küche. Ich falte saubere Wäsche, und schon sehe ich, dass die Kleinen sich schon wieder so gründlich verschmiert haben, dass man sie umziehen muss. Ich sammle das verschüttete Spielzeug auf (immerhin mit Hilfe des Großen), währenddessen entdecken die Kleinen die Altpapierkiste und werfen alles raus und zerreißen die Zeitung von gestern zu kleinen Schnipseln. Ich räume die fertige Spülmaschine aus und merke dabei, dass eins der Kinder stinkt und gewickelt werden sollte. Ich wickle das stinkende Kind, räume die Spülmaschine gleich wieder mit dreckigem Geschirr voll, koche nebenher Mittagessen mit einem brüllendem Kind auf dem Arm (das auch nur deshalb brüllt, weil ich es davon abhalten wollte, den Wollwaschgang der Waschmaschine auf 95°C umzuprogrammieren und damit die gesamte Wollwäsche zu ruinieren) und versuche den Großen zu überreden, mit den Wachsmalstifen auf Papier und nicht aufs Parkett und den Teppich zu malen. Büchervorlesen, Einkaufengehen, Spielen, Kuscheln, Basteln, Staubsaugen, Bettenmachen und alles Andere, was eben auch noch so dazugehört, mache ich zwischendurch und nebenher...

Nein, ich habe nicht all das eben Beschriebene dieses Wochenende selbst erlebt, aber das lag vermutlich im Großen und Ganzen auch nur daran, dass ich nicht alleine mit den Kindern war, sondern nur zu Besuch. Aber obwohl wir zu dritt waren, waren wir abends alle einfach nur platt - wie das ist, wenn man alleinerziehend ist, möchte ich mir gar nicht vorstellen.

Was Eltern leisten, ist der Hammer. Ich kann da nur fassungslos und bewundernd zuschauen und mich fragen, wie es immer noch Politiker geben kann, die von einer Herd"prämie" sprechen. Eltern sein ist Knochenarbeit, das ist keine Freizeitbeschäftigung, sondern ein Vollzeitjob, und das nicht nur 40 Stunden in der Woche. Ja, die Liebe macht das Elternsein wunderschön, aber deswegen nicht weniger anstrengend.

Wenn ich das sehe, habe ich das Gefühl, dass ich es mir echt ziemlich leicht mache, weil ich ins Kloster gehe...

Sonntag, 8. Dezember 2013

Arbeiter im Weinberg

Heute hat mich eine Email erreicht, die mich zutiefst berührt hat, und für die ich sehr, sehr dankbar bin.

"Liebe ...,
ich möchte mich bei Ihnen für Ihre Bemühungen anlässlich der Nacht der offenen Kirche bedanken.
Sie haben sich wahnsinnig viel Mühe zum Gelingen für diesen Abend gemacht.
Es war eine ganz neue Erfahrung sich auf diese Weise in der Kirche zu bewegen.
Jede Station war für sich wertvoll und die Texte waren gut ausgewählt um sich auf das jeweilige Thema einzulassen.
Das aktive „Tun“ an der jeweiligen Station hat das Ganze noch aufgewertet.
Ich bin jetzt 63 Jahre alt und habe das erste Mal in meinem Leben Weihrauch in der Hand gehabt.
Auch bin ich zum ersten Mal so nah am Altar gestanden. Ich könnte jetzt jede Station aufzählen - es war einfach gut. Ich hatte das Gefühl, dadurch Jesus noch näher zu sein.
Ganz herzlichen Dank. Machen Sie weiter so.
Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.
Liebe Grüße,
..."

Wenn meine Arbeit auch nur eine einzige Person ein kleines Stück näher zu Jesus bringen kann, hat sie sich gelohnt.

Ich kann gar nicht in Worten ausdrücken, was das für mich heißt zu wissen, dass Menschen auch durch mich näher zu Gott kommen können. Das macht mich ganz klein und dankbar, und ich habe das Gefühl, dass es mir das Herz zerreißt von seiner Liebe.

Das ist es vielleicht, was es heißt, Arbeiter im Weinberg Gottes zu sein - bei aller Schufterei wächst doch immer wieder etwas heran, für das wir nichts können, und bei dem wir höchstens ein bisschen geholfen haben, dass es nicht eingeht. Gottes Wege sind einfach wunderbar wunderbar...


Ich glaube, ich drucke mir die Email aus und hänge sie ins Büro über meinen Schreibtisch, damit ich mich immer wieder daran erinnern kann, wofür es sich lohnt zu arbeiten, und welches Geschenk es ist, dass ich diesen Beruf haben darf.


Sonntag, 1. Dezember 2013

Gute Neuigkeiten in der Warteschleife

Die gute Nachricht, wegen derer ich Dinge wie 'Yippie, Yay und Juhuu' schreibe, muss leider noch eine Weile auf ihre Veröffentlichung warten - ich habe einen temporären Maulkorb bekommen. Wer mich live kennt, darf mich aber gerne darauf ansprechen. Der Maulkorb ist nur ein offizieller, d.h. persönlichen Freunden und so kann ich in der Regel schon alles erzählen, aber ich darf halt im Moment noch nichts offiziell und öffentlich sagen.

Keine Angst, das mit dem Maulkorb ist nichts schlimmes, ich habe keine Haue gekriegt für irgendwas, das war nur eine (wie ich ehrlich zugeben muss, vermutlich weise) Entscheidung, an der ich auch selbst beteiligt war.

Also: freut euch auf mehr, sobald ihr mich seht - alternativ irgendwann im Januar, denn dann ist die Maulkorbzeit eh vorbei. :)

Und bis dahin: Freut euch einfach in aller Unwissenheit mit mir! :)))

Donnerstag, 28. November 2013

Das Märchen von den Brotstücken

Es war einmal vor langer, langer Zeit eine junge Frau, die liebte ihre Kirche sehr. Und weil sie ihre Kirche so sehr liebte, dass sie alle ihre Tage und wohl auch so manche Nacht mit ihr verbringen wollte, wurde sie Pastoralreferentin.

Eines Tages begab es sich, dass die junge Frau auf eine Fortbildung war. Dort traf sie einen Mann, der war so klug, dass sie vor Ehrfurcht ganz geblendet war, und kaum bemerkte, dass er Priester war. Vielleicht lag ihr spätes Erkennen seiner priesterlichen Würde auch daran, dass er keine äußeren Merkmale dieser Würde trug, oder er sich ihr sonst zu erkennen gegeben hätte.

Es trug sich also zu, dass am letzten Tage der Fortbildung eine Messe gefeiert werden sollte, der besagter Priester vorstehen wollte. In der Pause vor der Messe fand die Frau vor dem Saal, in dem gefeiert werden sollte, einen Korb mit Brotstücken - Brot vom Frühstück, das von den dienstbaren Geistern des Hauses liebevoll in kleine Quadrate geschnitten worden war - und war erstaunt, war doch die gewöhnliche Pausennahrung kein Brot, sondern Schokoladenkekse. Voll dunkler Ahnung sprach ein anderer Priester zu der jungen Frau: "Wetten, dass das gleich im Gottesdienst auftauchen wird?" Die junge Frau war aber klug und wollte nicht auf diese Wette eingehen, hatte sie doch ähnlich dunkle Vorahnungen.

Weil die Welt böse ist und der Teufel ein Eichhörnchen, trafen die Vorahnungen des Priesters und der jungen Frau ein: der Korb mit Brotstücken stand alsbald auf einem Tuch, das im Saal auf dem Boden lag. Neben dem Korb war ein goldener Kelch mit Wein, dann eine Kerze, ein Kreuz, und ein grün-weißer Tischläufer. Der Priester, der die Messe halten wollte, legte sich also den Tischläufer über dem Karohemd um den Hals und begann die Messe. 

Weil die Messe erst um 10:45 Uhr begonnen hatte, strich er tapfer Lesung und Psalm, und predigte stattdessen lange. In der Predigt erzählte er von seinen großen Taten, gefährlichen Produktionslinien und verheißungsvollen Notknöpfen, die er gerne drücken würde. Gleichzeitig gelang es ihm, den anwesenden jungen Priestern, Diakonen, Pastoralreferentinnen und Gemeindereferenten auf solch moralinsaure Weise das Zuhören zu verleiden, dass der eine oder andere sich in gesegneten Schlaf flüchtete. 

Gegen 11:45 Uhr begann er also mit der Gabenbereitung - und weil die Stunde schon weit fortgeschritten war und die Zeit drängte, wurde das Schweizer Hochgebet, das vor ihm auf dem Boden lag, liebevoll aus dem Gedächtnis verkürzt und frei vorgetragen, bis er mit den Einsetzungsworten versuchte, das quadratisch geschnittene Brot zu wandeln. Die junge Frau wusste nicht, ob diese Wandlung tatsächlich stattfand. Sie wusste wohl, dass der Priester unerlaubt handelte, da er gesäuertes Brot zu wandeln suchte. Sie wusste aber nicht sicher, ob die materia defecta ausreichte, aus der unerlaubten Handlung eine ungültige zu machen. Sie war außerdem entsetzt über den Versuch, auf solch dreiste Weise den Herrn selbst kirchenpolitisch zu verzwecken und sich über Vorschriften hinwegzusetzen, die doch niemandem geschadet oder wehgetan hätten. 

Geplagt von innerem Zwiespalt und Glaubenszweifeln durchlitt die junge Frau das Vaterunser, bei dem sie gezwungen war, die Hände ihrer Nachbarn zu halten, und entschied sich dann mutig, auf den Kommunionempfang zu verzichten. Mit ihr verzichteten noch eine ganze Reihe anderer geplagter Gläubiger darauf, den Korb mit den möglicherweise heilsrelevanten Brotstücken im Kreis herumzugeben. Als der Gottesdienst nach etlicher Zeit schlussendlich doch noch sein Ende gefunden hatte, sprach der zelebrierende Priester noch: "Damit Sie sich keine Gedanken machen, was mit der Eucharistie geschieht: Ich werde das Brot mitnehmen und heute Abend bei einem Treffen mit Kollegen eine Agape damit feiern." 

Das Entsetzen stand nicht nur der jungen Frau ins Gesicht geschrieben. Beim anschließenden Mittagsmahl tauschten sich die Teilnehmer der Fortbildung noch lange und entrüstet darüber aus, wie man auf solch einen Gottesdienst zu reagieren habe, ob Jesus überhaupt im Brot anwesend gewesen sei, und was man hätte tun sollen mit dem übrigen Brot, das doch vielleicht Jesus sei.

So war aus der Feier der Einheit eine Feier der Spaltung, des Zweifels und der Unsicherheit geworden.

Und weil sie keine andere Lösung wusste, betete die junge Frau noch lange für alle, die diese Feier miterleben mussten, für den Priester, der sie gefeiert hatte, und dafür, dass sie selbst wisse, was sie glauben solle.

Und wenn sie nicht gestorben ist, so betet sie vielleicht noch heute.

Samstag, 23. November 2013

Die anderen Schwestern

Der Kontakt zu meinen Schwestern in der Gemeinschaft etwas wirklich Schönes und Großes in meinem Leben.

Und weil's so schön ist, stelle ich hier eben mal ein Video von einer Schwestern rein, die genau wie ich eine musikliebende Pastoralreferentin ist. :)





Und außerdem: HURRA, YIPPIE, YAY, JUHUU!!! (Näheres erklär ich demnächst mal...)